Ostalgieparty
"Ostalgie ist die Fähigkeit, darüber
zu trauern, daß es nicht mehr so ist, wie es auch früher nicht
war."
| An einem denkwürdigen Sonnabend, dem 22.
November, veranstaltete die Regionalgruppe Frankfurt
um Claudia Hemmann eine Party, in der der ehemalige
und heutige Osten Deutschlands im Mittelpunkt stand.
Fullies aus ganz Deutschland nutzten die Gelegenheit,
einander wiederzutreffen, neu kennenzulernen und
Erfahrungen und Meinungen über den "wilden
Osten" auszutauschen. Der Frankfurter Fulli
Hilmar Goedking stellte dafür freundlicherweise sein
Haus zur Verfügung. Ein herzliches Dankeschön
nochmal! |
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Ostdeutsche Biere sind bekanntlich schmackhaft
und bekömmlich. Nicht nur die bekanntesten Vertreter
ihrer Gattung, das Köstritzer Schwarzbier ("das
Schwarze mit der blonden Seele") und das
Radeberger Pilsener haben bei den Partygästen
Anklang gefunden. Hier stoßen Joachim und Chris mit
Wernesgrüner Pilsener aus dem Vogtland an. Drei
Kästen Gerstensaft waren gerade genug für die
durstigen Fullies. Übrigens - ein Klick auf die
Bilder fördert eine vergrößerte Version zu Tage.
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Auch für das leibliche Wohl war gesorgt: Es
wurden fast ausschließlich östliche Köstlichkeiten aufgetischt. Ob
nun Elke's Soljanka, Halberstädter Würstchen mit
Brötchen oder Ursi's Kartoffelsalat, Hallorenkugeln
oder Rote Grütze mit Vanillesauce: das Buffet fand
reißenden Absatz. Am schnellsten verdrückten die
Hungrigen jedoch den Dresdener Stollen. Der Abwasch
nach dem Mahl wurde mit dem unübertroffenen
Spülmittel "Fit" ohne Probleme bewältigt.
Falls hier der Eindruck entstehen sollte, daß
diese Webpage Werbung für ostdeutsche Produkte
macht: das ist zutreffend :-)
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| Ein paar besonders Geschichtsinteressierte sahen
sich im Laufe des Abends das schon 1990 erschienene
Video "Der Weg zur Einheit" von und mit
Hanns-Joachim Friedrichs an. Die Reportage beschrieb
die Entstehung und die Motivation der Mauer, ging
über zu den Ereignissen in der DDR im Spätsommer
1989 und schilderte die friedliche Revolution bis zur
ersten freien Volkskammerwahl im Frühjahr 1990. Auch
die immer wieder bewegende Szene, in der
Hans-Dietrich Genscher auf dem Balkon der Prager
Botschaft den dort wartenden DDR-Flüchtlingen ihre
bevorstehende Ausreise verkündet, war zu sehen -
inklusive der dabei obligatorischen Gänsehaut. |
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Die Spielbegeisterten unter uns verbrachten ein
wenig Zeit damit, mit Autoanmeldungen zu handeln,
Parteibeiträge zu zahlen, auf dem Schwarzmarkt Ost-
in Westgeld zu tauschen, um am Ende in Wandlitz zu
landen: Ost-Monopoly war angesagt! Einen besonderen
Leckerbissen gab es in Form des Test of East German
as a Native Language (TEGNL).
Natürlich waren dabei nur Wessis zugelassen. Es
galt, zehn typisch ostdeutsche Entsprechungen für
Alltagsworte zu finden und die Bedeutung von zehn
DDR-Abkürzungen zu erraten. Auch wer nicht zur
Ostalgie-Party kommen konnte, kann hier sein Glück versuchen.
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| Zur Siegerehrung bekamen die Teilnehmer des TEGNL
Urkunden und wurden mit
wertvollen Sachpreisen aus dem Sortiment des
ostdeutschen Einzelhandels bedacht. Bewertet wurden
dabei sowohl Richtigkeit als auch Originalität bei
der Erfindung der gesuchten Begriffe. Auf dem Bild
sieht man die Jury Claudia und Steffen bei der
Verleihung des zweiten Preises an Stephan. Über
den Gewinner des ersten Preises wollen wir uns lieber
in Schweigen hüllen, wurde doch das überragende
Ergebnis entweder aufgrund bester Stasi-Kontakte oder
mit sonstig unlauteren Mitteln unter Heranziehung
fernmündlicher Nachhilfe erreicht.
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Auch wenn aufgrund der Vielzahl der anwesenden
Fullies der Dialog über den wilden Osten ein wenig
zu kurz kam, war es doch eine gelungene Party. Hier
sehen wir Chris, der wohl immer noch an seiner ersten
Flasche Bier nuckelt, und Andrea, die inzwischen zum
leckeren Rotkäppchen Sekt übergegangen ist. Die
Bilder stellte übrigens freundlicherweise unsere
Haus- und Hofphotographin Wiltrud zur Verfügung.
Herzlichen Dank dafür!
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